Die Sonne ruf ich an, den Berg, den Wind,
Dir ihre hellsten Sonnentage zu schenken,
Den schönsten Traum auf dich herabzusenken,
weil Deine Nächte so voll von Wolken sind.

Weil deine Augen so voll Trauer sind,
Und Deine Stirn so schwer ist von Gedanken,
Laß mich Dich trösten, so wie man ein Kind
In Schlaf einsingt, wenn letzte Sterne ranken.

Und wenn Dein Mund ein neues Lied beginnt,
Dann will ich Berg und Wind und Sonne danken,
Weil Deine Augen so voller Trauer sind,
Und Deine Stirn so schwer ist von Gedanken.

Die Sonne ruf ich an, das Meer, den Wind,
Dir ihren hellsten Sonnentage zu schenken,
Den schönsten Traum auf dich herabzusenken,
Weil deine Nächte so voll Wolken sind.


         (inspiriert von Mascha Kaléko)

Ich bin in der glücklichen Situation, in meinem Leben wenig tiefe Trauer erfahren zu haben.
Ob ich überhaupt nachempfinden kann, wie es dir gerade geht? Das kann ich vielleicht nicht.
Ich versuche, für dich da zu sein. Mit dir einen beschützen Raum zu erschaffen, in dem du einfach mal los lassen kannst.
Einfach mal nichts sagen. Oder alles sagen.
Mal im Wald spazieren gehen. Oder den Wald malen.
Gemeinsam meditieren. Oder dir Meditationen an die Hand geben.
Einfach das tuen, was dir gerade gut tut.